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Allergene als Homöopathika für Tiere

Potenzierte Allergene als Homöopathika für Pferde und Hunde

Potenzierung = Verdünnen in Verdünnungsreihen und Verschütteln einer Substanz (in diesem Fall isolierte Allergene oder Pollen) zum Herstellen eines homöopathischen Arzneimittels

Potenz = mit der Potenz (z.B. D12, C30, 10MK, LM6) wird angegeben, in welchen Verdünnungsreihen und wie oft das Homöopathikum verdünnt wurde

 

Inzwischen gibt es eine kleine Auswahl an potenzierten Allergenen und Pollen sowie Pollenmischungen als Homöopathika (z.B. vom Hersteller Remedia), die auch bei Tieren zur Behandlung von Pollen- oder Futtermittel-Unverträglichkeiten eingesetzt werden können. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Allergen herausgefunden/ausgetestet wird, auf welches das jeweilige Tier eine Unverträglichkeit entwickelt hat. Damit kann dann ein Tierarzt/ Therapeut das passende homöopathische Mittel in der geeigneten Potenz und Dosierung bestimmen.

 

 

Zusätzlich zur Gabe eines homöopathischen Arzneimittels ist es immer wichtig, dass die Allergene soweit wie möglich aus Stall/Umgebung bzw. Futter entfernt werden, was bei Pollen schwierig ist, und dass die Tiere bei starken Symptomen (z.B. Atemnot) auch mit Medikamenten behandelt werden.

 

Abb.1: Allergene als homöopathisches Arzneimittel



Übersicht zu den bei Pferden und Hunden relevanten homöopathischen Arzneimitteln

 

Bei folgenden potenzierten Pollen, Pollenmischungen und Allergenen habe ich bisher (beim kinesiologischen Austesten) positive Reaktionen und somit (den Verdacht auf) eine Unverträglichkeit bei Pferden und Hunden feststellen können:

Pilzsporen:

- Aspergillus fumigatus (Allergen)

- Cladosporium herbarum (Allergen)

 

Pollenmischungen:

- Pollen

- Pollens

- Blütenpollen 1

- Blütenpollen 2

- Unkrautpollen

- Getreidepollen

 

Bäume:

- Birke (Allergen)

- Eiche (Allergen)

- Platane (Allergen)

Getreide:

- Hafermehl (Allergen)

- Roggen (Allergen)

- Weizenmehl (Allergen)

 

Kräuter:

- Traubenkraut/ Ambrosia artemisiifolia (Allergen)

- Beifuß/ Artemisia vulgaris (Allergen)

- Glaskraut/ Parietaria (Allergen)

- Spitzwegerich/ Plantago lanceolata (Allergen)

 

Gräser:

- Wiesen-Lieschgras/ Phleum (Allergen)

 

Hausstaubmilben:

- Dermatophagoides pteronyssinus + fari (Allergen)     

 



Hinweise zu den einzelnen Allergenen

 

Pilzsporen sind ganzjährig (verstärkt im Spätherbst) in der Luft sowie im Heu und Stroh, welches zu alt oder nass geworden ist, zu finden. Hier ist es wichtig, auf eine gute Qualität beim Heu und Stroh zu achten, die Stallgasse angefeuchtet zu kehren und eventuell das Heu vorm Füttern zu wässern/einzuweichen oder zu dämpfen. Eine zusätzliche Gabe von Homöopathika kann anfangs sinnvoll sein und wenn trotz der genannten Maßnahmen Symptome auftreten.

 

Bei einem positiven Testergebnis auf Pollen bzw. einer Pollen-Unverträglichkeit wird meistens die Pflanze, von der dieser Pollen stammt, auch im Futter nicht vertragen und sollte soweit möglich nicht gefüttert werden. Dadurch werden die Symptome im Darm (Leaky Gut -> Entzündung, Fettansammlung, ödematöse Schwellung) deutlich gelindert. Die durch Pollen verursachten Symptome in den Atemwegen (COPD -> Nasenausfluss, Husten, erhöhte Atemfrequenz bis hin zur Atemnot) treten in der jeweiligen Pollenflugzeit deutlich verstärkt auf und lassen sich durch die Gabe von geeigneten Homöopathika oft mildern.

 

Bei Pferden mit einem positiven Testergebnis auf Hausstaubmilben-Allergen ist auch an eine Unverträglichkeit von Futtermilben (an Hafer, Pellets, Müsli,...) zu denken.

Bei Hunden mit einem positiven Testergebnis auf Hausstaubmilben-Allergen waren oftmals kaum Symptome vorhanden (ab und zu etwas klarer Nasenausfluss). Ich empfehle dann, die Hundedecke und das Körbchen 1x im Monat zu waschen und evtl. Teppiche zu entfernen, so dass der Boden gut gereinigt werden kann. Beim Staubsaugen sollte sich der Hund auch nicht im selben Zimmer aufhalten, da Staub und somit Milbenkot aufgewirbelt und eingeatmet wird. Nassreinigung bzw. feuchtes Bodenwischen ist zu bevorzugen.

Bei zusätzlicher Gabe des homöopathischen Arzneimittels Dermatophagoides (Allergen), 1x pro Woche, war bei den Hunden oft nach 4-8 Wochen mehr Lauffreude und Ausdauer zu beobachten.


Allgemeine Hinweise zur Behandlung von Tieren mit potenzierten Allergenen

 

Zur Behandlung hat sich bei meinen Tierpatienten bewährt, bei Pollen-Unverträglichkeiten mindestens 4 Wochen vor Beginn des Pollenflugs mit der Globuli-Gabe zu beginnen (1x pro Woche) und dies bis zum Ende der Pollenflugsaison beizubehalten.

Sind bereits Symptome vorhanden, dann empfehle ich mit einer täglichen Gabe zu beginnen und bei deutlicher Besserung der Symptome auf 1x wöchentlich zu reduzieren.

 

Wichtig: Die für das jeweilige Tier passende Potenz des homöopathischen Arzneimittels und die Dosierung sollten immer vom behandelnden Tierarzt bzw. Therapeuten individuell ausgewählt werden! Auch die Auswahl weiterer Homöopathika zur gezielten Behandlung der jeweiligen Symptome beim Tier sollte durch den erfahrenen Tierarzt bzw. Therapeuten erfolgen.

 

Bei leichten Symptomen zu Beginn der Behandlung dauert es meiner Erfahrung nach oft 3 Monate bis zur Symptomfreiheit, wenn zusätzlich zur Gabe von Homöopathika auch die Auslöser (Futterbestandteile, Pilzsporen) soweit wie möglich verringert werden, z.B. durch das Dämpfen vom Heu.

Starke Symptome zu Behandlungsbeginn haben sich bei meinen Tierpatienten oft erst im Verlauf von 9-12 Monaten nach und nach abgeschwächt (je nach Haltungs-Bedingungen) und die Gabe von Medikamenten konnte reduziert werden. Hier ist also Geduld gefragt.

 

Fazit: Besonders bei Tieren, die Pollen-Unverträglichkeiten (COPD beim Pferd) haben, finde ich eine unterstützende Behandlung mit Allergenen als Homöopathikum sinnvoll, da sich die Pollenbelastung in der Luft kaum reduzieren lässt. Ich hoffe sehr, dass zukünftig noch weitere potenzierte Allergene als homöopathisches Arzneimittel erhältlich werden.


Wichtige Hinweise zu Unverträglichkeiten zwischen einzelnen Homöopathika

 

Nach dem Grundsatz der Homöopathie `Ähnliches verträgt sich nicht mit Ähnlichem` in Bezug auf die einzelnen homöopathischen Arzneimittel, habe ich nachfolgend einige Mittel aufgelistet und womit sie sich nicht vertragen bzw. welche Mittel meiner Erfahrung nach nicht zeitgleich zur Therapie bei Tieren eingesetzt werden sollten, da sie sich gegenseitig in ihrer energetischen Wirkung fast aufheben:

  • Pollen ist unverträglich mit: Pollens, Blütenpollen 2, Unkrautpollen, Beifuß (Allergen), Spitzwegerich (Allergen), Wiesen-Lieschgras (Allergen), Traubenkraut (Allergen)
  • Pollens ist unverträglich mit: Pollen, Blütenpollen 1, Unkrautpollen, Birke (Allergen), Hasel (Allergen), Traubenkraut (Allergen)
  • Getreidepollen ist unverträglich mit: Hafermehl (Allergen), Roggen (Allergen), Weizenmehl (Allergen)
  • Unkrautpollen ist unverträglich mit: Pollen, Pollens, Blütenpollen 1, Blütenpollen 2, Spitzwegerich (Allergen), Traubenkraut (Allergen), Beifuß (Allergen)
  • Blütenpollen 1 ist unverträglich mit: Pollens, Unkrautpollen, Traubenkraut (Allergen)
  • Blütenpollen 2 ist unverträglich mit: Pollen, Unkrautpollen, Spitzwegerich (Allergen), Beifuß (Allergen), Traubenkraut (Allergen), Roggen (Allergen)

Dieser FachBLOG-Artikel ist ohne Quellenangabe, da persönlich gemachte Erfahrungen und Beobachtungen sowie Ergebnisse vom kinesiologischen Austesten beschrieben werden. Die Abbildungen wurden selbst erstellt. Haftungsausschluss und Urheberrecht siehe Impressum


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